Der König von Hay – Teil 1 – Die Suche

Buchhandlung "The Independent Kingdom of Hay"

Buchhandlung „The Independent Kingdom of Hay“. Foto: Sabine Felber

Wir suchen den Erfinder des walisischen Bücherdorfs Hay-on-Wye. Während des seit 1988 alljährlich in Hay stattfindenden Literaturfestivals machen wir uns auf den Weg.

Wir wollen es uns einfach machen und gehen in seine Buchhandlung, „ The King Of Hay“ in der Castle Street. Eine freundliche Dame sitzt hinter dem Ladentisch des Antiquariats. Sie heißt Denise und kann uns helfen. Sie ruft jemanden an, der mit Richard Booth – so heißt der Mann, den wir suchen – in Verbindung steht. Wir sollen zu einer Adresse kommen, die sie uns nur beschreiben kann. Es gibt keine Hausnummer, nur Stationen, an denen wir vorbei kommen werden. Zäune, Mühlen, verrostete Details. Denise zeichnet einen Plan. Wenn wir uns genau nach ihm richten, müssten wir nach circa 30 Minuten Fußmarsch an der beschriebenen Haustür ankommen. Wir verlassen das Antiquariat. Auf der gegenüber liegenden Straßenseite sehen wir ein Plakat. „Kindles are banned from the kingdom of Hay“.

Banner "Kindles are banned from the Kingdom of Hay"

Kindle unwillkommen. Foto: Sabine Felber

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Kulturschaffende aus Brasilien im Blick von Sabine Felber

Wer es nicht in die Ausstellung in der Brasilianischen Botschaft geschafft und auch unseren wunderschönen Katalog dazu noch nicht gekauft hat (ein Fehler, den ihr durch eine Mail an info@vondort.de noch korrigieren könnt), kann jetzt die Portraitfotos und die Texte online anschauen und nachlesen.

Sabine Felber postet auf ihrem Blog see-the-story.blogspot.de schon seit ein paar Tagen nacheinander Bilder und Texte. Man erfährt Interessantes über die Menschen und über den Moment der Fotografie.

Der Antrieb für Kunst oder was haben Toni Morrison, Cees Noteboom und Martin Parr gemeinsam – vom Literaturfestival in Hay-on-Wye

Toni Morrison in Hay-on-Wye 2014

Toni Morrison in Hay-on-Wye 2014

Morrison und Noteboom sind gefeierte und betagte Literaten, Parr ein nicht ganz so betagter, ebenfalls gefeierter Fotograf. Weil sie bekannt sind, sind sie auch umstritten. Parr vielleicht am meisten, denn seine hyperrealistischen Alltagsfotografien werden oft als zynisch kritisiert. Morrison, die schwarze und weibliche Literaturnobelpreisträgerin von 1993, ist qua dieser Auszeichnung ein Wunder. Liest man Notebooms Lebenslauf, so kann sich jeder beruhigt fühlen, der meint, sein eigener könnte glatter sein, denn er war Tramper, Matrose, Journalist, Lyriker und dann auch Romanschriftsteller.

Drei Menschen, die Wege gegangen sind, die man sich gar nicht rau, stürmisch und verworren genug vorstellen kann. Was trieb und treibt sie an, was lässt sie weitergehen? Weiterlesen →

Warum Literaturliebhaber Gummistiefel tragen

Literaturliebhabern auf die Füße geschaut in Hay-on-Wye

Literaturliebhabern auf die Füße geschaut in Hay-on-Wye

Es ist ein Vorurteil, dass alle Schriftsteller und alle Literaturliebhaber so durchgeistigt sind, dass sie sich um ihr Äußeres nicht scheren. Es ist kein Vorurteil, dass in Großbritannien für begeisterte Leser gleich welchen Geschlechts Gummistiefel ein „must have“ sind – jedenfalls, wenn sie Ende Mai an die Grenze von England und Wales fahren. Dort liegt das malerische, kleine, walisische Dorf Hay-on-Wye.

Hay hat sich nicht ergeben. Weiterlesen →

„Fight for Fiction“: Das Motto von Vondort biegt die Wahrheit, wie es Vondort gefällt. Fiktion bekämpft Grauschleier

„Fight for Fiction“ ist ein Motto von Vondort. Warum sollte man für Fiktion kämpfen (müssen)? Mit dem Begriff „Fiktion“ meint man gemeinhin etwas, das nicht für sich beansprucht, wahr zu sein. Aber glücklicherweise gibt es keine fixe Definition, der wir folgen müssten. Was mich mehr interessiert als die Frage, ob eine Geschichte so geschehen ist oder sein könnte, ist, was die Geschichte mit ihren Lesern anstellt. Wir bei Vondort haben ein großes Herz für Geschichten, die einem Herz und Hirn öffnen oder, wenn es gerade nötig ist, aufreißen. Und die dann kräftig alles durchpusten, was sich da so krustelig und staubig eingeschlichen hat und weg könnte, weil es den Blick auf die Schönheit des Lebens verstellt. Weiterlesen →

Retrato Brasileiro – Brasilianische Porträts

Ein Fotoprojekt/Katalog von Sabine Felber mit einem Essay von Kersten Knipp.



Essay

„Ich fühle mich fremd“ – so beginnt die Autorin Daniela Abade das Gespräch.
Die Fotografin Sabine Felber spricht vor jeder Porträtsitzung mit ihren Protagonisten. Über deren Berufung und allgemeine Aspekte des Lebens. Sie hört zu und stellt Fragen. Erst dann entsteht ein Foto.
Daniela Abade sehen wir zum Beispiel auf ihrer Veranda sitzen, dem Ort, den sie Zuhause nennt.

Ausstellungskatalog_retrato_brasileiro_Felber

Der Autor Bernado Carvalho mag das alte Fußballstadion Esádio do Pacaembu. Es liegt drei Kilometer östlich vom Stadtkern von Sao Paulo. Hier geht er manchmal, wenn kein Spiel stattfindet, eine ruhige Runde spazieren. Bernado Carvalho wurde in Rio de Janeiro geboren, lebt aber gerne in Sao Paulo. Die Stadt ist seiner Meinung nach die kulturelle Hochburg Brasiliens. Manchmal etwas gefährlich, aber anregend und kosmopolitisch. Weiterlesen →

Portraits aus Brasilien: Chico Díaz – Schauspieler

Chico Diaz. Foto: Sabine Felber

Chico Diaz. Foto: Sabine Felber

Chico Díaz ist Schauspieler. Sein Portrait hängt seit heute in der brasilianischen Botschaft in Berlin. Anschauen kann man es aber erst ab nächsten Dienstag. Vorher werden noch Texte ergänzt, der Wein je nach Farbe kalt oder warm gestellt und die Brezeln gebacken. Kommt zur Vernissage, 29.4., 19 Uhr in die Wallstraße 57 in Berlin. Wir von Vondort freuen uns auf euch. Und hier die Fotografin und Mit-Vondort-Gründerin, Sabine Felber, zur Frage, wie das Foto entstanden ist: Weiterlesen →

Portraits aus der Kulturlandschaft Brasiliens – brasilianische Botschaft zeigt Fotografien von Sabine Felber

Mercedes Barros. Foto: S. Felber

Mercedes Barros. Foto: Sabine Felber

Mercedes Barros, hier zu sehen vor Ausschnitten ihrer Fotoinstallation „The truths I do not tell“, ist eine renommierte Fotokünstlerin. Sabine Felber hat sie im Herbst 2013 in Rio de Janeiro fotografiert. Das Portrait ist eines von 26, die die brasilianische Botschaft vom 29. April bis zum 30. Mai in ihren Räumen zeigt. Am 29. April um 19 Uhr ist die Vernissage in Anwesenheit von Sabine Felber, ihr seid herzlich eingeladen (Wallstraße 59, 10179 Berlin).

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, den ihr demnächst hier bei Vondort bestellen könnt. Weitere Portraits folgen!

Retrato Brasileiro – Brasilianische Porträts

Ein Fotoprojekt/Katalog von Sabine Felber mit einem Essay von Kersten Knipp.



Essay

„Ich fühle mich fremd“ – so beginnt die Autorin Daniela Abade das Gespräch.
Die Fotografin Sabine Felber spricht vor jeder Porträtsitzung mit ihren Protagonisten. Über deren Berufung und allgemeine Aspekte des Lebens. Sie hört zu und stellt Fragen. Erst dann entsteht ein Foto.
Daniela Abade sehen wir zum Beispiel auf ihrer Veranda sitzen, dem Ort, den sie Zuhause nennt.

Ausstellungskatalog_retrato_brasileiro_Felber

Der Autor Bernado Carvalho mag das alte Fußballstadion Esádio do Pacaembu. Es liegt drei Kilometer östlich vom Stadtkern von Sao Paulo. Hier geht er manchmal, wenn kein Spiel stattfindet, eine ruhige Runde spazieren. Bernado Carvalho wurde in Rio de Janeiro geboren, lebt aber gerne in Sao Paulo. Die Stadt ist seiner Meinung nach die kulturelle Hochburg Brasiliens. Manchmal etwas gefährlich, aber anregend und kosmopolitisch. Weiterlesen →

Rio de Janeiro – Kalender 2015

Rio de Janeiro - in between // Januar
Rio de Janeiro - in between // Februar
Rio de Janeiro - in between // März
Rio de Janeiro - in between // April
Rio de Janeiro - in between // Mai
Rio de Janeiro - in between // Juni
Rio de Janeiro - in between // Juli
Rio de Janeiro - in between. Kalender // August
Rio de Janeiro - in between // September
Rio de Janeiro - in between // Oktober
Rio de Janeiro - in between // November
Rio de Janeiro - in between // Dezember

Sabine Felber, Berliner Fotografin, Dozentin und Mitgründerin von Vondort, gibt ihren ersten Kalender heraus. Vier Wochen hat sie im letzten Herbst in Brasilien gearbeitet, die meiste Zeit davon in Rio de Janeiro. Den Kalender anschauen könnt ihr bei Calvendo.

Und kaufen – ja, natürlich kaufen, Weihnachten naht und auch sonst gibt es viele Gründe – könnt ihr ihn zum Beispiel bei Amazon, genauer hier.