„Fight for Fiction“: Das Motto von Vondort biegt die Wahrheit, wie es Vondort gefällt. Fiktion bekämpft Grauschleier

„Fight for Fiction“ ist ein Motto von Vondort. Warum sollte man für Fiktion kämpfen (müssen)? Mit dem Begriff „Fiktion“ meint man gemeinhin etwas, das nicht für sich beansprucht, wahr zu sein. Aber glücklicherweise gibt es keine fixe Definition, der wir folgen müssten. Was mich mehr interessiert als die Frage, ob eine Geschichte so geschehen ist oder sein könnte, ist, was die Geschichte mit ihren Lesern anstellt. Wir bei Vondort haben ein großes Herz für Geschichten, die einem Herz und Hirn öffnen oder, wenn es gerade nötig ist, aufreißen. Und die dann kräftig alles durchpusten, was sich da so krustelig und staubig eingeschlichen hat und weg könnte, weil es den Blick auf die Schönheit des Lebens verstellt.
Fiktion ist eine gesunde Droge gegen den Alltagsgrauschleier. Fast ohne Nebenwirkungen, weshalb wir dazu weder unseren Arzt noch unseren Apotheker befragen. Fast, weil Fiktion süchtig machen kann.
„Fight for Fiction“ kann auch bedeuten, dass wir uns in eine wahre Geschichte verlieben. Wenn sie es schafft, Herz und Hirn zu öffnen und durchzulüften, dann ist sie gut und gehört zu Vondort.
Womit wir endgültig gezeigt haben, dass Vondort kein Ort für saubere Begrifflichkeit und literaturwissenschaftliches Denken ist. Fiktion wird hier gebogen und gedehnt, bis sie allem Platz macht, was uns gefällt. Vondort, das Label für spannende und berührende Geschichten.

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