Der Tischkalender, das nichtaussterbende Wesen

Tischkalender Rio de Janeiro - in between 2014 // Vondort

Bisher dachte ich, Tischkalender sind etwas fürs Büro. Sie kommen von Dienstleistern, die man weiter beauftragen soll und die sich denken, was beim Kunden auf dem Schreibtisch steht, das bleibt im Kopf. Entsprechend markant positionieren sie ihre Werbeaussage auf dem Objekt. Jetzt habe ich den ersten Tischkalender kennengelernt, der nicht primär nützlich, sondern inspirierend ist: die Tischausgabe von „Rio de Janeiro dazwischen – in between“ mit den Fotografien von Sabine Felber. Bevor ich ihn in den Händen gehalten habe, konnte ich mir nicht so Recht vorstellen, was ich damit anfangen soll. Jetzt, wo er seit ein paar Wochen bei mir zuhause ist, sehe ich das ganz anders. Ein Tischkalender, das ist etwas ganz besonderes!

Ich bin überrascht, wie schön, intim und konzentriert die Bilder wirken, wenn ich sie nicht in einiger Entfernung an einer Wand sehe, sondern nahe vor mir. Der Rio-Kalender ist schon durch die Wohnung gewandert. Der Tisch neben der Leseecke, der Schreibtisch, der Nachttisch, selbst der Esstisch waren einige Tage sein Zuhause. Je näher die Augen den Bildern sind, desto intensiver ist das Erlebnis. Der Tischkalender ist klein, gerade DIN A5, aber er ist groß darin, die Fotos zu präsentieren.

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